Gefühlte 70% der Gründung (davon entfallen mindestens 53% auf den Businessplan) sind vollzogen. Jetzt muss ich nur noch ein paar relativ harmlos aussehende Formulare ausfüllen und mir überlegen, ob ich das auch alles so wirklich wirklich will. Oder will ich vielleicht wieder in eine kuschelige Festanstellung zurück? Wenn mir mein Traumjob über den Weg laufen sollte, dann: Ja.
Aber zuerst müsste ich ein bisschen grübeln und mich fragen: Was wäre denn mein Traumjob in einer Festanstellung? Vom Jobprofil her wäre es eine Mischung aus dem, was Nico Lumma bei Scholz & Friends macht (Social Media Prediger) und der Konzeption von Crossmedia Kampagnen, Big Ideas, integrierten Kampagnen oder wie man sie auch nennen mag. Wenn keine weltbewegenden Kampagnen konzipiert werden möchten, könnte ich zur Entspannung auch texten. Schreiben ist heute für mich schon fast wie Mediation. Das war vor 10 Jahren noch ganz anders. Mit Grauen erinnere ich mich an meine Deutschprüfung im Abitur (meine Textergene waren damals noch nicht aktiv). Der Job müsste natürlich auch hundefreundlich sein und flexible Arbeitszeiten haben. Nicht, dass ich ein notorischer Langschläfer wäre, aber ich arbeite gerne nachts. Und das verträgt sich nicht mit Showsitzen von 09:00 bis 18:00 Uhr. Wenn keiner blöd schaut, wenn ich mal einen Tag bei einer Web 2.0 Veranstaltung bin oder ich mal früher gehe, weil ich so ein Sprachkursjunkie bin, dann bin ich schon fast überzeugt. Super wäre es, wenn der Job in Stuttgart und nicht irgendwo in Hamburg, Berlin oder sonstwo wäre. Karlsruhe wäre auch ok.
Das Ganze also kräftig durchmischen und bei 180 Grad 10 Jahre im Backofen goldbraun rösten lassen. Denn ich glaube, dass es mindestens so lange dauern wird, bis so ein flexibler Job für Generalisten nicht mehr die totale Ausnahme in der Kreativbranche sein wird. Falls ich mich täuschen sollte, und es doch schon in 5 Jahren soweit sein sollte, habe ich ja die perfekte Überbrückung gefunden.