Von all den Dingen die derzeit nerven, nimmt das Thema Krankenversicherung bei mir die Pole Position ein. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten, zwischen denen ich wählen darf. Freiwillig versichert, Künstlersozialkasse oder privat? Und wenn privat, dann welcher Anbieter, welcher Tarif, wieviel Selbstbehalt, Krankentagegeld und sonstiger Schnickschnack? Ich frage mich, wie dieser Versicherungsdschungel überhaupt derart wuchern konnte und warum es nicht z.B. anbieterübergreifend gleiche Tarife mit gleichen Namen gibt? Die könnte man dann ganz lässig anhand der unterschiedlichen Preise vergleichen. Dann hieße die Frage womöglich nur noch: Vollkasko oder Teilkasko? Aber ja klar, dann würden ja auf einen Schlag Tausende Versicherungsmakler ihren Job verlieren. Das wäre nicht zu verantworten.
Ich frage mich, warum Versicherungen es nicht wie Aldi, Lidl und Co. machen: Dem Kunden die Auswahl erleichtern, indem man sich auf das Wesentliche beschränkt und das klar kommuniziert. Aber womöglich ist diese Art der Transparenz gar nicht erwünscht.
May 31st, 2009 at 20:44
Mehr Markttransparenz bedeutet höheren Wettbewerb - das ist in der Regel nicht im Sinne der Anbieter.
June 1st, 2009 at 10:53
Ja, das ist auch meine Vermutung. Wobei die erste Versicherung, die ihren Tarifdschungel lichten würde, deutlich im Vorteil wäre und die anderen unter Zugzwang setzen würde.
June 2nd, 2009 at 01:05
Solange die anderen nicht auch transparent sind, weißt du aber nicht, ob’s für dich die beste ist.
Was nicht heißt, dass ich nicht auch dafür wäre, dass das alles transparenter wird.