Wir schreiben das Jahr 2009 und ich habe es tatsächlich geschafft, mich mit eBay anzufreunden. Ist ganz schön praktisch für die Einrichtung einer (Retro-) Dunkelkammer. Zig Gebote und Pakete später bin ich nun um einige Erfahrungen reicher. Auch der Fehlkauf war sehr lehrreich. Ich dachte ja, ich hätte ganz normales Fotopapier ersteigert. Aber jetzt habe ich hier drei Packen Kodak Ektaflex mit der Aufschrift: “Dieses Papier ist nicht lichtempfindlich”. Na super. Diesen Trick merke ich mir: Das Produkt schön schräg fotografieren, dass die Aufschrift nicht lesbar ist. Na gut, ich hätte vorher auch bei Google schauen können. Egal. Ist nicht tragisch. Schließlich setzt man sich nicht alle Tage mit bildgebenden Verfahren auseinander, die wegen Patentrechtsstreitigkeiten seit über 20 Jahren nicht mehr auf dem Markt sind. Und für 10 Euro (inklusive Versandkosten. Ha!) habe ich Dinge gelernt, die mich bei den Quizshows dieser Nation ganz schön schlau aussehen lassen würden.
Tja. Was mache ich jetzt mit dem Zeug? Ich nehme den Publikumsjoker und frage: A) Es einem anderen eBay-Käufer als Fehlkauf aufs Auge drücken? B) Es als Druckerpapier nutzen? (Vielleicht bleibt die Tinte ja haften. Vielleicht auch nicht) C) Damit herumexperimentieren, es trotzdem belichten und so lange durch die Chemie jagen bis irgendwas darauf sichtbar wird? (Mysteriöse Erscheinungen in der Dunkelkammer. Das ist das Zeug, aus dem Urban Legends sind) Oder D) Mir das restliche Inventar des Kodak-Ektaflex-Universums kaufen? (Ich wollte schon immer ein extrem ausgefallenes Hobby haben)…
June 14th, 2009 at 11:45
Du brauchst nicht noch zufällig ‘ne Entwicklerdose (passend für 2×135, 120 und 220) und schwarzweisse Chemie? Steht in Karlsruhe, und ich wär schon froh, wenn ich das Zeugs nicht demnächst mit umziehen muss.
June 18th, 2009 at 16:25
[...] was zum Thema Dunkelkammer gebloggt, und schon zeigt die Blogosphäre, was in ihr steckt. Meine taufrische Antwort an die Leute, die immer fragen, was das Bloggen denn überhaupt bringt: [...]