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Archive for June, 2010


Oh Flickr, my love


Thursday, June 24, 2010

Ich bin ja ein ganz großer Fan von Flickr. Knapp 16.000 Bilder habe ich dort in den letzten Jahren schon hochgeladen und ich frage mich, ob es bei 20.000 oder 50.000 Bildern mal einen Orden gibt. Flickr hat ja immer so nette Kleinigkeiten, die es einem ganz kribbelig ums Herz machen. Jetzt hat Flickr die Einzelansicht der Fotos überarbeitet. Und um den Usern die Veränderungen kurz zu erklären, gibt es eine fünfteilige “Quick Tour” in der die neuen Features erklärt werden. Und Punkt 5 ist… nun ja… eine ganz besonders charmante Art “Tschüs” bzw. “Bye now” zu sagen: Ein Panda der ins Bild springt. Einfach so. Eine Überraschung. Ohne Grund. Und deshalb ganz wunderbar.

Flickr Panda

Flickr Panda

Ich stelle mir gerade vor, wie der Lebenszyklus dieser Idee in einem deutschen Unternehmen gewesen wäre: Kurz und schmerzlos: Ein Panda? Warum? Wie sinnlos! Die Idee wäre wohl gestorben, bevor sie überhaupt so richtig das Licht der Welt erblickt hätte.

Selbständig aus Verzweiflung?


Thursday, June 24, 2010

Spiegel Online schreibt, Deutsche hätten sich 2009 vor allem aus Verzweiflung selbständig gemacht: “Zum ersten Mal seit 2003 haben im vergangenen Jahr wieder mehr Menschen in Deutschland den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. (…) Der Anstieg ist laut Studie zu großen Teilen auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen. So war jeder fünfte Unternehmensgründer zuvor arbeitslos.”

Willkommen im Club. Ich war 2009 zwar nicht verzweifelt, aber dank Wirtschaftskrise ein paar Wochen arbeitslos. Und da ich immer schon mal das Abenteuer namens Selbständigkeit wagen wollte, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und meinem freundlichen Berater beim Arbeitsamt meinen Plan geschildert. Er nur so (sinngemäß): “Was? Jetzt?”

Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. “Rund ein Viertel der Gründungen sei nach spätestens drei Jahren wieder verschwunden. Besonders oft treffe es die Kleinstgründungen.” Das heißt doch, dass drei Viertel der Gründungen nach 3 Jahren immer noch laufen. Und das restliche Viertel ist vielleicht wieder in den sicheren Hafen des Angestelltendaseins eingekehrt. Insofern: alles easy.

Webmontag


Monday, June 7, 2010

Sneak oder Webmontag? Ach, gehen wir doch endlich mal wieder seit einer gefühlten Ewigkeit zum Stuttgarter Webmontag. Die Statistiken, so far: 1 wunderbar funktionierendes WLAN, 2 iPads, 3 Themen, 18 Männer, 3 Frauen.

Harald spricht über den Micropayment-Dienst Flattr

Ein Tag im Büro


Wednesday, June 2, 2010

maus-und-igel

Happy Selbständigkeits-Birthday to me! Meine liebe Bürogenossin Merja hat mich heute morgen zur Feier des gestrigen Tages gleich mal lecker empfangen. Sie nahm die Maus, ich durfte mich am Igel satt essen.

Ja, so fängt ein Bürotag gleich angenehm an.

Ein Tag im Büro

Selbst, wenn, wie am Monatsanfang üblich, die Steuern auf dem geistigen Speiseplan stehen.

steuern_mai2010

Als Selbständiger ist man ein bisschen mehr geneigt, mit seinem Geld sinnvoll umzugehen. Man hat ja schließlich am Monatsende nicht automatisch ein regelmäßiges Gehalt auf dem Konto. Deshalb versucht man, überall ein bisschen Geld zu sparen. Man geht gemeinsam in eine Bürogemeinschaft, man versucht sich gegenseitig regelmäßig davon abzuhalten, jeden Mittag essen zu gehen und man hat die gleiche Steuer-Tante. Merja nennt es praktisch. Mein BWL’er-Herz nennt es Synergieeffekt. Das spart nämlich jeden Monat eine Briefmarke, weil Merja und ich uns damit abwechseln, unsere Steuerunterlagen zu Fuß wegzubringen. Ja, man muss auch in kleinen Maßstäben denken können (yeah, eine Briefmarke gespart!) auf dem Weg zur ersten Million.

Happy Birthday to my Selbständigkeit


Tuesday, June 1, 2010

Heute vor einem Jahr war es offiziell: Ich habe mich mitten in der Wirtschaftskrise selbständig gemacht. Ich erinnere mich noch an diverse Behördenmarathonläufe, wie ich meine Steuernummer beantragt habe und wie spannend die ersten Rechnungsstellungen waren (uargh, ich brauche ein Briefpapier! Durchlaufende Nummerierung - ok - aber mit Jahreszahl oder ohne, zwei- oder dreistellig? Wie stelle ich eine Rechnung ins Ausland?).

Dass alles gut werden würde, wollen jetzt natürlich alle gewusst haben ;-) Deshalb ein Hoch auf die Vitamine A bis F:

Alumni - Leute mit denen man zur Schule gegangen ist, Praktika gemacht oder studiert hat sind später vielleicht genau diejenigen, mit denen man später gemeinsam im Büro sitzt und tolle Projekte macht. Gute Leute sollte man sich deshalb warmhalten, gell Merja ;-)

Bekannte - sogenannte Weak Ties. Es ist immer gut, viele Bekannte zu haben. Denn es gibt immer jemanden, der jemanden kennt, der gerade einen Sympatexter braucht.

Connections - Strong Ties in die Branche. Diese Connections werden jahrelang aufgebaut, gehegt und gepflegt. Deshalb können ein paar Jahre Festanstellung vor der Selbständigkeit nicht schaden.

Dunstkreis - es kann sehr sinnvoll sein, verschiedene Bekanntenkreise zu haben. Es ist toll, neue Leute kennenzulernen, man erweitert seinen Horizont und ganz nebenbei arbeiten Netzwerkeffekte und die Kraft der Statistik für einen im Hintergrund (siehe: Bekannte). Bei mir sind es z.B. die Montags-Sneak-Runde, die Stuttgarter Web2.0-Gemeinschaft, Ex-Kollegen mit denen man sich einmal pro Quartal auf ein Bier/Mineralwasser trifft, die Leute vom Co-Working und der bunte Haufen vom Ungarischen Club.

Erklärbär - ein Mentor kann nie schaden, gerade am Anfang. Ich habe einen langjährigen Selbständigen in meinem Bekanntenkreis dazu auserkoren, die ganzen dummen und schlauen Fragen zu beantworten, die man als Anfänger so hat. Er war der Meinung, dass man 9 von 10 Fehlern gerne durch die Erfahrung Anderer vermeiden darf. Einige sollte man dagegen schon selber machen, dann lernt man’s besser.

Familie - Unglaublich, aber wahr: Durch meinen Bruder habe ich einen meiner ersten Aufträge bekommen (danke, Michael!). Man sollte sich nicht zu schade sein, jedes Familienmitglied schamlos als Akquise-Vertreter zu instrumentalisieren ;-)

Heute Abend werde ich in einer ruhigen Minute meinen Businessplan von damals herauskramen und einen Abgleich mit der Realität vornehmen. Ich habe so das Gefühl, das könnte lustig werden.