Spiegel Online schreibt, Deutsche hätten sich 2009 vor allem aus Verzweiflung selbständig gemacht: “Zum ersten Mal seit 2003 haben im vergangenen Jahr wieder mehr Menschen in Deutschland den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. (…) Der Anstieg ist laut Studie zu großen Teilen auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen. So war jeder fünfte Unternehmensgründer zuvor arbeitslos.”
Willkommen im Club. Ich war 2009 zwar nicht verzweifelt, aber dank Wirtschaftskrise ein paar Wochen arbeitslos. Und da ich immer schon mal das Abenteuer namens Selbständigkeit wagen wollte, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und meinem freundlichen Berater beim Arbeitsamt meinen Plan geschildert. Er nur so (sinngemäß): “Was? Jetzt?”
Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. “Rund ein Viertel der Gründungen sei nach spätestens drei Jahren wieder verschwunden. Besonders oft treffe es die Kleinstgründungen.” Das heißt doch, dass drei Viertel der Gründungen nach 3 Jahren immer noch laufen. Und das restliche Viertel ist vielleicht wieder in den sicheren Hafen des Angestelltendaseins eingekehrt. Insofern: alles easy.
July 4th, 2010 at 23:18
Ich hab bei dem Artikel auch gleich an dich denken müssen. Aber da sieht man ja auch mal, dass eben jede Niederlage auch als Chance genutzt werden kann - du fühlst dich ja offenbar wohler als je zuvor.
Und wenn 75 % der Gründungen nach drei Jahren noch laufen, finde ich das auch eher positiv überraschend.