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Archive for July, 2010


Facebook goes Osteuropa


Tuesday, July 27, 2010

Timing ist alles. Als ich im April auf der re:publica war, kriege ich eine Email, dass meine Mutter mit mir auf Facebook befreundet sein will.

Und jetzt im Juli öffne ich im Rumänien-Urlaub  meine Mails und sehe per Freundschaftsanfrage, dass eine gute Freundin aus Budapest nun endlich auch Facebook für sich entdeckt hat. Und ihr Mann und einer meiner ungarischen Cousins auch! Wow! Und das nachdem sie und die anderen Ungarn mich jahrelang mit iwiw gequält haben (einem ungarischen Facebookpendant). Was soll ich denn bei iwiw? Da ist doch niemand aus Deutschland! Und so ein ungarisches Interface ist auch extrem gewöhnungsbedürftig. Sowas ähnliches hat sie sich wohl auch gedacht, als ich sie im Gegenzug dazu genötigt habe, sich 2006 bei Xing anzumelden. Das war für einen Budapester damals noch nicht so arg sinnvoll.

Kommt Zeit, kommt Rat - und die Facebook-Osterweiterung. Facebook wird wohl nun auch das regional sehr erfolgreiche iwiw auffressen und auch in Ungarn zu einer Web2.0-Monokultur führen.

[Budapest] Die Facebookwelle überrollt Ungarn

In Rumänien dagegen haben viele entweder keinen Computer oder kein Internet. Von denen, die diesen Luxus jedoch haben, haben nur wenige einen Facebook Account. Und die meisten mit Account nutzen die Plattform noch nicht (aber Hauptsache, sich schon mal angemeldet haben, man weiß ja nie). Aber dennoch, ich merke: Da geht was. Gemessen an den Freundschaftsanfragen die ich zur Zeit erhalte, überrollt Facebook gerade Ungarn. Rumänien wird dann wohl auch bald dran glauben müssen. Ich warte gespannt auf erste Freundschaftsanfragen meiner rumänischen Freunde.

Eine Woche Rumänien


Sunday, July 18, 2010

7 Tage Urlaub vom Internet, Web 2.0 und ASAPs.

Willkommen in einem Land, in dem man für eine Bahnfahrt von 150 Kilometern Länge mehr als 3 Stunden braucht. Wo man auf einer Bundesstraße alle paar Kilometer ein 2-PS-Gefährt überholen muss.

Es gibt wohl keinen perfekten Zeitpunkt dafür, wann das Handy kaputt gehen darf. Aber gibt es einen schöneren Ort als diesen, um als Handy sein Leben auszuhauchen?

Ich habe noch nie zuvor einen Urlaub derart wenig geplant. Ich wusste nur, wo ich meinen Fuß zuerst auf Rumänischen Boden setzen, welche Städte ich gerne sehen und von wo ich wieder Richtung Heimat aufbrechen werde.

Faszinierend, wie sich aus diesen losen Puzzleteilen ein aufregender und zugleich entspannter Urlaub zusammengefügt hat. Das lehrt eine gewisse Lässigkeit für den Alltag.

Auch diesmal habe ich mir Gedanken gemacht, ob der Urlaub meinen Arbeitsflow stören würde. Dass ich dann gleich wieder in eine 5-Tage-Woche gerutscht bin, hat mich dann doch irgendwie beruhigt.