Das Launch-Dilemma von Nicht-mehr-Anfängern | Sympatexter

Das Launch-Dilemma von Nicht-mehr-Anfängern

Vor nicht ganz einem Jahr habe ich meinen ersten Onlinekurs gelauncht. Seitdem hat sich vieles getan: ich habe mittlerweile zwei Onlinekurse und habe insgesamt 5 mal gelauncht. Jeder meiner Launches war erfolgreicher als sein Vorgänger und ich habe die Erfahrung gemacht, dass man auch mit einer kleinen E-Mail-Liste einen fünfstelligen Launch schaffen kann.

Klingt ja alles super, nicht wahr?

Nun. Ich habe noch eine weitere Erfahrung gemacht, die mich zum Nachdenken bringt:

Es gibt zwei gängige Methoden, um die eigenen Kurse bzw. Programme zu launchen:

  • Mit einer 5-Tage-Challenge
  • Mit einem Webinar

Launchen mit einer 5-Tage-Challenge – meine Erfahrungen

Mit einer 5-Tage-Challenge zu launchen empfiehlt sich vor allem ganz am Anfang. Es ist die perfekte Methode für Anfänger und Leute mit einer kleinen Liste. Ich habe mehrfach mit einer 5-Tage-Challenge gelauncht und habe damit u.a. einen fünfstelligen Launch hingelegt. Mittlerweile habe ich das Challenge-Konzept wahrscheinlich erfolgreich bis zur Schmerzgrenze ausgereizt. Denn spätestens bei meiner letzten Challenge hat sich gezeigt: über 200 Teilnehmer bedeuten sehr viel Aufwand, den ich einfach nicht mehr alleine handhaben kann. Ich hatte, typisch Challenge, eine gute Conversion-Rate, die Leute schreiben jetzt im Text-Erfolgs-Kurs fleißig an ihren Webseitentexten (aktuell: Über-mich-Seite). Challenge-Ende gut, alles gut. Aber es ist klar: so kann ich in Zukunft nicht mehr launchen, denn der Aufwand ist zu hoch.

Ok. Also, Launchen mit Challenges kann ich von meiner To-Do-Liste streichen.

Launchen mit einem Webinar – it’s a numbers game

Bleibt da noch der Launch mit einem Webinar. Bei dieser Strategie läuft alles darauf hinaus, die Leute in ein Webinar zu bekommen, in dem man Wissen vermittelt und dann das eigene Produkt/Programm vorstellt. Ist theoretisch eine super coole Methode – aaaaber: die Conversion ist meist schlechter – so um die 2 % oder niedriger. Man braucht also noch mehr Leute in einem Webinar als in einer Challenge, um die anvisierten Zahlen zu erreichen. Die Leute haben aber zunehmend weniger Lust auf Webinare, es tritt langsam eine gewisse Sättigung ein. Und wenn man ein Webinar auf Facebook bewerben möchte, stellt man fest: die Ad-Kosten steigen. Dann gibt es die übliche No-Show-Rate: von 100 Leuten, die sich anmelden, kommt plusminus die Hälfte zum Webinar. Diese Art zu launchen wird also immer schwieriger und teurer. Es heißt: It’s a numbers game – und die Numbers werden immer höher.

Mittlerweile sollte man nämlich schon mindestens 500, oder noch besser: 1.000 Leute in ein Webinar bekommen.

1.000.

Meine Beobachtung des Launch-Universums führt mich zu einer harten Erkenntnis

Ich weiß nicht, wie realistisch es für Leute wie mich (E-Mail-Liste unter x tausend) ist, mit der Webinar-Methode zu launchen. Ich habe mich an diese Methode noch nicht herangewagt. Mein Gefühl: Ich bin schon zu groß, um mit einer Challenge zu launchen, aber zu klein, um mit einem Webinar erfolgreich zu launchen. Denn 1.000 Leute in ein Webinar bekommen?

Ich befinde mich im Launch-Niemandsland, irgendwo zwischen zwei großen Meilensteinen. Und der Meilenstein namens „Webinar-Launch“ rast Richtung hohe Zahlen davon. Die Frage ist, wie ich aus diesem Niemandsland rauskomme.

Also: welche Möglichkeiten habe ich im Launch-Niemandsland?

Zunächst einmal: wachsen. Möglichst schnell. Und versuchen, auf die hohen Zahlen zu kommen. Also: Sichtbarkeit, Social Media, Bloggen, mit Werbeanzeigen Traffic auf die Freebies schaufeln und dann natürlich klassisch launchen. Das volle Programm.

Ooooder *Trommelwirbel*: Eine supergute andere Idee, die mich total glücklich macht und die mir gleich das wohlige Kribbeln im Bauch auslöst weil sie mein Launch-Dilemma löst.

Das Dumme: ich habe diese Idee noch nicht gefunden.

Tadaaa!

Ich habe ja das Gefühl, dass diese Idee, die sich noch ziert, sehr viel mit dem Thema Marke zu tun hat. Die richtigen Menschen anziehen ohne Heavy Launching. Vielleicht auch mit Exklusivität. Denn so viel Feedback, das ich den Leuten im Text-Erfolgs-Kurs gebe und so viel Input und Austausch, den ich im Content-Erfolgs-Kurs anbiete – das wäre gar nicht skalierbar, denn der Tag hat nur 24 Stunden.

Wir wissen noch nicht, was diese Idee sein wird. Aber wir wissen: sie wird kommen und das wird eine richtig coole Sache. Stay tuned.

Comments

  • Frauke Schramm
    REPLY

    Spannende Gedanken. Und ja, es muss auch anders gehen, da stimme ich Dir total zu. Kriegen wir hin 🙂
    Irgendwie
    Irgendwo
    Irgendwann

    .. sang doch auch Nena mal, oder?

    14. April 2019

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