Soll ich? Soll ich nicht? Lange habe ich überlegt, ob DAS mein Motto für 2022 sein soll. Ist die Blog-Million nicht zu groß? Oder gar größenwahnsinnig? Und wenn ja: Wäre das nicht auch komplett egal? Denn es ist gerade einfach MEIN Thema, das mir jetzt so unglaublich stark am Herzen liegt: Ich will eine Million Blogartikel in die Welt setzen. Und es gibt einfach keinen Weg dran vorbei für mich. Seit dem Moment Anfang September, als ich in Island war und diese Idee plötzlich in meinem Kopf war, begleitet mich diese Vision jeden Tag und treibt mich an. In meinem Monatsrückblick September 2021 habe ich geschrieben:

Und dann, ich habe mich schon auf Seite 3 meiner Irgendwas-mit-Vision-Aufschriebe gekämpft, kam plötzlich so eine Idee zu mir herübergeschwebt. Ein ganz neuer, unverbrauchter Gedanke, den ich noch nie zuvor gedacht habe:

Blog-Millionärin.

Da war sie, mein Vision.

Ich will eine Million Blogartikel in die Welt setzen. Mit meinen Freebies, Büchern, Challenges und Kursen. So einfach.

So einfach. Oder doch nicht?

Ich beim Masterminden in Island im September 2021.

Seit ich diese Vision habe, weiß ich überhaupt erst, was es bedeutet, eine Vision zu haben!

Ich kenne so viele Leute, die auf der Suche nach ihrer Vision, ihrem Warum, ihrem Ikigai oder ihrer Berufung sind. Ich weiß nicht, ob dieses Thema in unserer Gesellschaft immer schon so präsent war, aber es scheint mir, als ob es jetzt einen besonderen Stellenwert für viele Menschen hat. Jetzt um den Jahreswechsel 2021/2022 habe ich wieder die Matrix Trilogie angeschaut und dort geht es ständig um die Berufung. Berufung hier, Vision da. Früher hätte ich nur mit den Augen gerollt und mir gedacht: Pfff, was für Visions-Futzis. Aber heute weiß ich es besser. Denn jetzt ich habe eine starke Vision, die über normale Ziele und bloße Umsatzzahlen hinausgeht.

Seit dem Moment, als ich im isländischen Nirgendwo diese Idee von der Blog-Million hatte, ist sie plötzlich überall in meinem Alltag: Beim Jahresrückblog, bei unserer Jahresplanung 2022, bei der Planung der Features für The Content Society und bei der großen Frage: „Wann machen wir wieder welche Challenge?“ – die Blogmillion ist immer Thema. Kein Tag, ohne dass ich mir überlege, wie ich diese große Vision umsetzen kann. Und deshalb war mir klar: Die Blog-Million ist nicht nur meine Vision, mein großes Ziel, sondern auch mein Jahresmotto für 2022.

Denn in 2022 werde ich die Grundlagen legen, um mit The Content Society eine Million Blogartikel zu schreiben. Klar, in einem Jahr bloggen wir keine Million Blogartikel. Wir brauchen mehr Zeit dafür. Wenn alle Teilnehmerinnen, die jetzt in The Content Society sind, wirklich jede Woche einen Blogartikel bloggen und ein paar von ihnen sogar mehrere, schaffen wir bis Ende 2022 ca. 10.000 Blogartikel. Das ist noch weit von einer Million entfernt – aber es ein sehr guter Anfang. Ich weiß, dass ich in 2022 viel Grundlagenarbeit machen werde, um diese Blog-Million zu realisieren. Ich bin getrieben von dieser Idee und ich muss sagen: Es ist großartig! Bis zur Blog-Million hatte ich nie eine richtige Vision und jetzt merke ich den Unterschied: Ich spüre einen unglaublichen Drive, der schon über Monate anhält. Ich weiß: Diese Vision ist keine Eintagsfliege. Sie hat sich in mir festgesetzt und drängt auf Umsetzung.

Die Vision der Blog-Million macht mir Angst – und das ist super!

Es gibt da einen Kalenderspruch, den ich so oft gesehen, aber nie wirklich verstanden habe:

“If your dreams do not scare you, they’re not big enough.”

Wenn dir deine Träume keine Angst machen, sind sie nicht groß genug. Oh doch, die Blog-Million jagt mir einen gehörigen Schrecken ein!
Bild von Quotefancy.

Ich habe dann mal nachgeschaut, von wem dieses Zitat stammt: Es ist von Ellen Johnson Sirleaf (Liberias Präsidentin von 2006 bis 2018) aus ihrer Harvard-Rede von 2011. Besonders interessant ist ihr nächster Satz, der in den vielen schönen Zitat-Bildchen nicht erwähnt wird:

„The size of your dreams must always exceed your current capacity to achieve them.“

Die Größe deiner Träume muss immer deine momentane Fähigkeit, sie zu erreichen, übertreffen.

Okay. Dann habe ich mit der Blog-Million offensichtlich genau den richtigen Traum bzw. die richtige Vision. Denn ich weiß noch nicht genau, wie ich diese Vision erreichen soll. Und sie jagt mir eine Riesenangst ein. Ich frage mich: wie, bitteschön, soll ich diese Vision umsetzen? Ist das überhaupt möglich, ich meine: eine Million Blogartikel? Und natürlich der große Zweifel, der sich immer wieder einschleichen will: Was, wenn ich das nicht erreiche – wie stehe ich dann da?

Egal. Die Vision ist da, sie ist riesengroß, sie macht mir Angst und zugleich beflügelt sie mich: Ich will mit The Content Society eine Million Blogartikel in die Welt setzen.

Warum ausgerechnet eine Million Blogartikel?

Die Welt braucht mehr weibliche Stimmen. Es kann nicht sein, dass ich durch Spiegel, FAZ, Süddeutsche usw. scrolle und nur Männer sehe. Und wenn ich mal eine Frau sehe, ist es Greta oder Angela Merkel (wobei, jetzt ja auch nicht mehr, da sie nicht mehr Kanzlerin ist). Wir brauchen mehr Frauen, die sichtbar sind und ihre Perspektiven in die immer noch sehr patriarchalisch geprägten Diskussionen, Debatten und Diskurse einbringen. Und wir brauchen auch mehr Männer, die ihre Stimme erheben gegen die toxisch-männlichen Strukturen in unserer Gesellschaft.

Denn nur gemeinsam schaffen wir es, eine Balance der Geschlechter herzustellen – und damit eine lebenswertere Welt für uns alle! Ich bin davon überzeugt, dass die Geschlechter-Balance auch viele andere Dinge in Balance bringen wird. Denn die Ungleichheit der Geschlechter ist die vielleicht erste, aber auf jeden Fall tiefste, historische Ungleichheit der Menschheit. Aus ihr haben sich viele weitere Ungleichheiten entwickelt. Wir können diese Ungleichheit wieder zurückbauen. Sie hatte einen Anfang. Also kann sie auch ein Ende haben.

Viele Menschen kämpfen auf ihre Weise für Geschlechtergerechtigkeit. Mein Weg ist das Bloggen. Ich finde das Bloggen ist dafür ideal: Es hat eine sehr niedrige Einstiegshürde, denn mittlerweile kann man sich auch ohne Technik-Kungfu einen Blog leicht und günstig zusammenklicken. Und damit bietet uns der Blog die ideale weltweite Bühne für unsere Stimme, unsere Perspektive und für unser Wissen.

Ich bin davon überzeugt, dass wir mit einer Million Blogartikeln die Welt verändern werden. Natürlich ist nicht jeder Blogartikel gleich wirkungsvoll. Und nicht jeder Blogartikel wird jemanden zum Umdenken bewegen und die Waagschalen der Geschlechter etwas mehr ins Gleichgewicht bringen. Aber: Es reicht, wenn es ein Blogartikel von hundert tut. Mehr sichtbare Emanzonen und mehr sichtbare feministische Männer (ich nenne sie „Männer der neuen Ära“), die sich nach einer geschlechter-gerechteren Welt sehnen, werden ihre Wirkung in dieser Welt entfalten. Das weiß ich und dafür arbeite ich jeden Tag.

Als Dozentin, Texterin und Kreative weiß ich: Die Masse macht irgendwann die Klasse. Wenn ich eine gute Headline suche, schreibe ich nicht eine Headline. Ich schreibe hundert Headlines. Erst wenn wir uns durch die Masse der Ideen gewühlt und die obersten, generischen Ideen-Schichten abgetragen haben, offenbaren sich uns die Ideen-Diamanten. Wenn wir etwas richtig gutes hervorbringen wollen, sollten wir es oft machen. Deshalb bin ich so ein großer Fan davon, jede Woche einen Blogartikel zu veröffentlichen – mindestens!

Ich kenne so unglaublich viele Menschen, die sich selbst blockieren, weil sie schon beim ersten Anlauf etwas Perfektes hinlegen wollen. Nur: Das wird nie funktionieren! Egal, ob es das Bloggen, Klavierspielen, Ballett oder auch so etwas vermeintlich Banales, wie das Streichen einer Wand ist: Unsere ersten Versuche werden nie perfekt sein, sie können gar nicht perfekt sein (und es wäre auch ein bisschen vermessen, das überhaupt anzupeilen, finde ich)! Mein erster Blogartikel am 1. August 2005 hatte 70 Wörter und war weit davon entfernt, weltbewegend zu sein. Aber: Er war ein Anfang, er war MEIN Anfang. Mein 10. Blogartikel war schon viel besser und beim 100. hatte ich dann den Dreh raus. Mittlerweile habe ich über 1.000 Blogartikel veröffentlicht. Ich bin ein ganz anderer Mensch als damals, bevor ich mit dem Bloggen angefangen habe. Und ich weiß, dass das Bloggen einen großen Anteil an meiner Entwicklung hatte.

Was die Blog-Million für mich und mein Business bedeutet

Ein so großes Ziel verpflichtet. Ich weiß, dass ich in 2022 einige Dinge umsetzen bzw. in Gang setzen muss, um dieses Ziel der Blogmillion auch wirklich irgendwann erreichen zu können. Ich kann die Blog-Million durch einen höheren Input und einen höheren Output erreichen.

Den Blog-Output erhöhen

Zum Output gehört alles, was wir in meinen bestehenden Kursen an Blogartikeln produzieren. Und hier steht ganz klar ein To-Do im Vordergrund: Alle Blogartikel, die in The Content Society entstehen, zuverlässig zu zählen. Am Jahresende 2022 will ich mit The Content Society mindestens 10.000 Blogartikel gebloggt haben. Das ist dann zwar immer noch „nur“ ein Prozent der Blog-Million, aber dann weiß ich, dass die technische Grundlage stimmt. Und: Ich will auch wieder selbst mehr bloggen. 1 bis 2 substantiell wertvolle Blogartikel pro Woche (die Kategorie „Wort des Tages“ nicht mitreingezählt), das wünsche ich für mich selbst in 2022.

Der 2. Aspekt vom Blog-Output ist: Die Teilnehmerinnen von The Content Society dazu zu animieren, mehr zu bloggen und eher inaktive Blogger:innen wieder zu reaktivieren. Dazu gehören u. a. die Blog-Dekade (10 Blogartikel in 10 Tagen) und weitere Challenges, die 2022 in The Content Society stattfinden werden.

Beim 3. Aspekt muss ich noch ein bisschen nachdenken: Kann ich auch Blogartikel zählen, die nicht in meinem Blogkurs entstehen? Also in meinen Challenges oder z. B. durch meine Freebies? Kann ich hier genaue Zahlen ermitteln oder wären das nur Schätzwerte? Und irgendwann will ich ja auch noch ein Blogbuch schreiben – wie kann ich die Blogartikel zählen, die durch dieses Buch entstehen? Ist das überhaupt möglich?

Ein höherer Blog-Input: Die Grundlage für das Umkrempeln der deutschsprachigen Blogosphäre

Das erste größte Problem meiner Zielgruppe (die dynamische Blogger:in in Form der Emanzone bzw. der Mann der neuen Ära) ist die Technik. Also überhaupt mal einen Blog aufzusetzen. Ich drücke mich seit Jahren um diese Technik herum aber zugleich juckt es mich in den Fingern, diese Hürde ein für allemal zu pulverisieren – und zwar mit einem Freebie bzw. Minikurs. Es kann nicht sein, dass tausende Menschen alleine nur deshalb nicht bloggen, weil sie nicht wissen, wie sie ihren Blog aufsetzen sollen. Dabei ist das so einfach.

Ich erhöhe also den Blog-Input dadurch, dass ich mehr Menschen dazu befähige, ihren Blog selbst aufzusetzen. Denn wie oft habe ich schon Sätze gehört wie z. B. „Ich kann noch nicht bloggen, weil meine Webdesignerin im Urlaub ist und das für mich noch nicht eingerichtet hat!“ Die dynamische Blogger:in muss unabhängig sein, um frei bloggen zu können. Sie darf nicht ausgebremst werden von Web-Technikern, Administratoren oder Designern, die bei sehr vielen dynamischen Blogger:innen eine Art Gatekeeper sind und das Bloggen nach hinten verschieben, nachdem zuerst die Technik, das Design und alles andere aufsetzt ist. Die dynamische Bloggerin denkt aber genau andersherum, ihr Motto lautet: Zuerst der Blog, dann alles andere wie z. B. Technik, Design, SEO usw.

Tausende dynamische Blogger:innen werden mit der Blog-Million die Welt verändern.

Ich bin eine dynamische Bloggerin: Ich blogge aus Spaß, Bloggen ist mein Hobby – und ganz nebenbei ist es super für mein Business, für meine Klarheit und für meine Positionierung. Ich frage mich nicht, ob es sich lohnt, diesen oder jenen Blogartikel zu schreiben, sondern ich tue es einfach, weil diese Texte aus meinem Kopf in die Welt hinaus wollen. Und ich weiß: Das Bloggen verändert uns. Jeder Klick auf den Veröffentlichen-Button macht uns selbstbewusster und sichtbarer in dieser Welt. Je mehr wir bloggen, umso mehr wirken wir in dieser Welt. Und: Je mehr wir bloggen, umso besser werden wir auch! Wir lernen mit jedem Blogartikel dazu und verbessern unseren Stil und werden schneller beim Schreiben. Mit jedem Blogartikel vernetzen wir uns intensiver (auch das ist etwas, bei dem viele Frauen Nachholbedarf haben: Sie sind oft weniger gut vernetzt als Männer). Mit jedem Blogartikel tragen wir unsere Themen nach draußen und machen es ein Stückchen normaler, dass Frauen Teil der Diskussion sind.

Ich will viele dynamische Bloggerinnen um mich scharen und viele Menschen dazu inspirieren, überhaupt mit dem Bloggen anzufangen. Ich will die zig tausend eingeschlafenen Blogs in der deutschen Blogosphäre wachküssen. Ich will Menschen, die das Bloggen aufgegeben haben, weil es ihnen zu technisch oder zu dröge war, wieder dafür begeistern und sie beim Neustart ihres Blogs unterstützen. Ich will dass sie erkennen, dass sie womöglich dynamische Blogger:innen sind, die bisher einfach nur nicht die richtige Blog-Philosophie für sich gefunden haben. Ich will die ganzen hochqualifizierten und an sich zweifelnden Menschen ermutigen, den ganzen digitalen Schreihälsen und Blendern ihr profundes Wissen entgegenzusetzen.

Mit all diesen Menschen möchte ich eine Million Blogartikel schreiben und Berge versetzen. Ich bin einfach so neugierig: Was können wir alles erreichen, wenn wir sichtbar werden, unsere Stimmen in dieser Welt gehört werden und wenn wir ein gemeinsames, großes Ziel verfolgen?

Alles, was ich 2022 in meinem Business mache, wird sich an dieser Frage messen lassen müssen: Trägt das zur Blog-Million bei? So eine Klarheit und so eine Entschlossenheit hatte ich noch nie in meinem Leben. Ich weiß einfach: Eines nicht allzu fernen Tages werden wir die Blog-Million gemeinsam erreichen.