Projekt Newsletter: warum du mit deiner Willkommenssequenz warten solltest | Sympatexter

Projekt Newsletter: warum du mit deiner Willkommenssequenz warten solltest

Wann ist der beste Zeitpunkt, um eine Willkommenssequenz aufzusetzen? Wenn ich über meinen Onlinekurs „Newsbetter“ spreche, kommt diese Frage immer wieder. Und die Leute sind oft überrascht, dass ich meinen Teilnehmern zuerst zeige, wie sie einen regulären Newsletter schreiben und verschicken – bevor das Wort Sequenz überhaupt aufkommt. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass viele ihre Willkommenssequenz zu früh angehen.

Was ist eine Willkommenssequenz?

Die Willkommenssequenz (auch Willkommens-Serie, Begrüßungssequenz oder Welcome Sequence genannt) ist eine Serie von einer bis x Emails, die Leute automatisch erhalten, sobald sie einen Newsletter abonnieren. Die Willkommenssequenz startet dabei meist sofort: nach der Anmeldung erhält der User die erste Email. Wenn die Willkommenssequenz aus mehreren Emails besteht, werden sie meistens in den folgenden Tagen verschickt. Manchmal gibt es auch einige Tage Pause zwischen den verschiedenen Emails einer Willkommenssequenz. Sobald die Willkommenssequenz aufgesetzt ist, bekommt also jeder neue Abonnent diese Abfolge an Emails. Ganz egal, ob er sich heute oder in x Monaten für die Emailliste anmeldet. Im Gegensatz dazu wird der reguläre Newsletter nur ein einziges Mal verschickt.

Die Willkommenssequenz ist optional und die meisten Newsletter-Schreiber haben noch keine Willkommenssequenz aufgesetzt. Die meisten Sequenzen bestehen aus einer bis 3 Emails. Ich kenne aber auch Sequenzen, die aus 25 Emails bestehen. Mehr zum Unterschied zwischen Newsletter und Willkommenssequenz gibt es in diesem Blogartikel bei Frage 9.

3 gute Gründe, um mit der Willkommenssequenz zu warten:

  1. Starte immer nur ein Projekt gleichzeitig. Werde richtig gut darin, deinen regulären Newsletter zu texten und mache dich mit deinem Newsletter-Tool langsam vertraut. Denn: Eine Willkommenssequenz ist technisch anspruchsvoller als ein regulärer Newsletter. Viele, die das Projekt Newsletter gleich mit der Willkommenssequenz starten, sind dann oft mit technischen Hürden konfrontiert und geben frustriert auf.
  2. Jeder, der sich für deinen Newsletter anmeldet, bekommt deine Willkommenssequenz. Bei einem regulären Newsletter ist das nicht so: wenn du einen Newsletter verschickst, bekommen ihn nur diejenigen, die zu dem Zeitpunkt schon auf deiner Liste sind. Am Anfang ist das oft nur eine Handvoll Menschen. Bei deiner Willkommenssequenz ist das anders: Was in deiner Willkommenssequenz steht, lesen alle Leute (außer die, die schon auf deiner Liste sind). Je größer unsere Email-Liste wird, umso unpersönlicher wird diese Liste. Am Anfang tragen sich oft unsere Freunde, Bekannte, Kollegen, Familienmitglieder ein. Später werden es Interessenten, Kunden und Ex-Kunden. Deswegen sollte unsere Willkommenssequenz richtig gut sein. Und deshalb empfehle ich dir, zuerst Schreiberfahrung mit deinem regulären Newsletter zu sammeln.
  3. Schreibe erst einen regulären Newsletter und finde deine Stimme, deine Themen und dein Design. Dann weißt du auch viel besser, was du in deiner Willkommenssequenz schreiben kannst – und wie deine Willkommenssequenz aussehen soll. Die meisten Willkommenssequenz enthalten einen Überblick über den Autor, die Newsletter-Themen, ein Best-Of der Blogartikel und oft auch Links zu den Social Network. Um das zu wissen, solltest du schon mehrere Newsletter geschrieben haben.

Wann du deine Willkommenssequenz aufsetzen solltest

Ich empfehle: schreibe und verschicke mindestens 4 reguläre Newsletter, bevor du das Thema Willkommenssequenz angehst. Wenn du also einen wöchentlichen Newsletter-Rhythmus hast, wäre das frühestens nach ca. einem Monat.

Übrigens: Für mich ist die Willkommenssequenz wie das Intro einer Fernsehserie oder Sitcom. Dieses Intro ist immer gleich bzw. ähnlich, egal ob man bei der ersten Folge von Staffel 1 reinschaut und oder in der 4. Staffel. In manchen Intros werden Ausschnitte aus den Folgen gezeigt (wie z. B. bei Wer ist hier der Boss?) oder einfach nur ein Gefühl geweckt (wie z. B. bei Lost). Genau so unterschiedlich wie die Intros von TV-Serien sind auch die Willkommenssequenzen.

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