Radikal einfaches Bloggen: was, wenn wir alles weglassen, was uns am Bloggen stört? | Sympatexter

Radikal einfaches Bloggen: was, wenn wir alles weglassen, was uns am Bloggen stört?

Bloggen bedeutet neben dem Schreiben eines Blogartikels oft weitere Aufgaben wie z. B.

  • Ein Beitragsbild für das eigene Blog erstellen
  • Mindestens ein Bild im jeweiligen Format für Pinterest, Facebook (Business Seite und ggf. privates Profil), LinkedIn & Co. gestalten
  • Den Blogartikel auf allen relevanten Plattformen teilen
  • Sich eine Präsenz und große Sichtbarkeit bei mindestens einem Social Network erarbeiten und das Blog dort promoten
  • Infografiken erstellen und Bilder für den Artikel recherchieren
  • Suchmaschinenoptimierung betreiben und Besucherzahlen erhöhen
  • Keywordrecherche und Themenfindung
  • Redaktionsplan erstellen und aktualisieren
  • Epische Blogartikel, Cornerstone Content und Skyscraper Content laufend aktualisieren und aufwerten
  • Das Design der Webseite optimieren
  • ggf. Zählpixel, Facebookpixel usw. integrieren
  • Kommentare moderieren
  • Funnel vom Blogartikel zum Kauf eines Digitalprodukts oder Signup zum Newsletter optimieren
  • Einen Newsletter aufbauen

Auf viele Menschen wirkt diese Aufgabenfülle abschreckend. Die Folge: sie bloggen gar nicht oder viel seltener als sie es eigentlich gerne würden. Auch mich halten einige Dinge vom Bloggen ab. Dazu zählen v. a. die Sache mit den Bildern und das Teilen in den Sozialen Medien. Alleine die Suche nach einem guten Beitragsbild und das Gestalten auf Canva (für x Formate) braucht manchmal mehr Zeit als das Schreiben des Artikels. Manchmal habe ich mir daher gedacht: ach komm, dann lasse ich dieses Thema.

Schade.

Was, wenn ich alles weglasse, was mich am Bloggen stört. Was bliebe übrig?

Der Text. Eine Überschrift. Vielleicht ein paar Links. Fertig. Ok, meinen Newsletter würde ich auch noch behalten – aber den schreibe ich nicht zu jedem Blogartikel.

Wenn ich mir die aktuelle Lage der „Blogosphäre“ (ein Wort aus den Nullerjahren) so anschaue, mutet diese Einfachheit geradezu radikal an.

Aber diese Einfachheit ist für mich sehr verlockend. Ich weiß: ich würde mehr Content produzieren, wenn ich den ganzen Rattenschwanz an Aufgaben einfach wegließe. Content-Batching (x Artikel auf einmal produzieren) wäre viel einfacher. Mobil zu bloggen (vom Smartphone!) wäre plötzlich eine echte Option. Andererseits: es würde mein Design auf der Startseite „zerschießen“ wenn ich kein Beitragsbild mehr hochlade. Es wäre nicht mehr so persönlich, wenn ich meine Blogartikel automatisiert auf meine Facebook Business-Seite ziehe (und ich glaube, der Facebook-Algorithmus findet das auch nicht so geil). Und ich hätte keinen Content mehr für Pinterest.

Egal. Lieber radikal einfach bloggen als gar nicht. Let’s go, let’s blog.

Comments

  • Vera
    REPLY

    Ach Judith – du sprichst mir so aus dem Herzen!
    Was ich mich von genau dieser Liste abhalten lasse zu schreiben – einfach weil nach dem Schreiben noch ein riesiger Rattenschwanz an Aufgaben hängt, ohne die ein geschriebener Blogartikel ja anscheinend nicht zielführend ist.
    Ziel?
    Wenn ich den Fokus vom vermeintlich RICHTIGEN Bloggen darauf lege, was sich für mich richtig anfühlt, generiere ich mir mehr Freiheit. Freiheit zu schreiben – dem, was da innen in mir eben raus will.
    Und das ist doch das eigentliche Ziel, oder?
    Danke für deine Gedanken, dass du sie teilst!

    11. August 2019

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