Ein ganz normal ungewöhnlicher Tag im Leben des Sympatexters | Sympatexter

Ein ganz normal ungewöhnlicher Tag im Leben des Sympatexters

Freitag, 24. August 2018: ein Tag voller erster Male.

06:30 Uhr. Aufwachen. Der erste Griff geht zum Smartphone: wie performen die Facebook-Ads für meinen Blog-Crash-Kurs? Ah, nicht gut, dann deaktiviere ich sie. Es ist klar: Ich muss für heute ein neues Video drehen und es bewerben. Gesagt, getan: Ich bereite alles vor, schreibe mir ein Rede-Skript, lese es mir drei mal durch, ein Blick in den Spiegel und auf den „Aufnahme-Knopf“ gedrückt. Nach drei Durchgängen wähle ich das beste Video aus. Es ist knapp eine Minute lang. Sehr gut. Dann, so denke ich mir, wäre es doch cool, wenn ich dem Video auch noch Untertitel hinzufügen würde – so zum ersten Mal für eines meiner Videos überhaupt. Ich sehe das ja überall auf Facebook, das kann also nicht so schwer sein.

Haha.

Nach drei mal Googlen war mir klar, dass alle Tutorials auf veralteten YouTube-Versionen basieren. Bei mir war der Button mit „Untertitel“ irgendwie nicht an der Stelle wie in jenem Video – nämlich überhaupt nirgendwo. Des Rätsels Lösung: Man darf nicht YouTube Studio Beta nutzen, denn das ist, wie der Name schon sagt, eine Beta-Version bei der noch zig Features fehlen. Dann habe ich im klassischen Video-Editor die Untertitel noch schnell transkribiert, denn die automatische Spracherkennung kennt weder Punkt noch Komma – und Großschreibung schon gar nicht. Und ein Texter, der fehlerhafte Untertitel in seinem Video hat – Skandal! Dann noch superschnell die .srt-Datei von YouTube heruntergeladen und bei Facebook zum entsprechenden Video hochgeladen, Video gecheckt und puh, gerade noch rechtzeitig fertig geworden.

Mein Video-Recording-Setup mit Rede-Skript.

10:00 Uhr: Mein Termin des Tages steht an: ein Podcast-Interview mit meinem Business-Coach Sigrun – mein allererstes Interview dieser Art überhaupt. Und das auch noch auf Englisch! Sie macht eine Interview-Reihe mit Teilnehmern ihres Coachings die an der Somba-Summer-School teilgenommen haben – ich war mit meinem allerersten Onlinekurs „Auf die Texte, fertig, los!“ dabei. Nach dem Interview hat sie gemeint: „You missed the onboarding call yesterday?“ Es ging um den Startschuss einer neuen Business-Coaching-Gruppe mit persönlicher Strategie-Beratung für das eigene Online-Business. Und ich so: Ja, mein Hirn hat aus 18:00 Uhr irgendwie 20:00 Uhr gemacht. Als ich meinen Irrtum festgestellt habe, war mein Ärger groß, denn ich habe gestern Abend alles daran gesetzt, um an dem Onboarding Call teilzunehmen (ich habe László mit den Kids nach Gammertingen geschickt). Ich habe meinen Ärger dann in einem Schaumbad ertränkt. Aber heute Vormittag hat sie gesagt, wir könnten das jetzt einfach nachholen. Gefühlt ist mir in dem Moment Konfetti aus den Ohren geschossen 😀

Mein Business-Coach Sigrun beim Podcast-Interview.

Direkt danach habe ich mich ins Auto gesetzt und bin nach Gammertingen gefahren, um Kind Nr. 2 von meiner Schwiegermutter abzuholen. Ich war schon so lange nicht mehr dort, dass mich der neue Tunnel bei Reutlingen völlig geflasht hat. Dann habe ich auch noch Bekanntschaft mit einem schwäbisch-älpischen Gewitter gemacht. Dort ist alles ein bisschen wilder.

Gewitter auf der Schwäbischen Alb.

Nach fast drei Stunden Autofahrt musste ich mir erst mal den Kopf freipusten. Also: auf zur Calisthenics-Anlage in Degerloch. Ich war die letzten Woche leider nicht so viel trainieren. Denn: keine Kinderbetreuung, Sommerkurs, tausend Dinge zu tun. Und ich bin mal wieder dem Phänomen begegnet, das ich mir absolut null erklären kann: ich habe wochen- und monatelang den Hüftaufschwung an der hohen Reckstange trainiert, aber es hat NIE geklappt. Und heute, nach wochenlanger Trainingsflaute – zack! – geht es einfach so, wie aus dem Nichts! Es hat zigmal geklappt, bei jedem Versuch!

Heute war wirklich ein Tag voller erster Male.