Der April 2020 war für mich gekennzeichnet durch Familie, Sport und den 2. Launch der Sympatexter Academy – natürlich neben dem alles beherrschenden Thema Corona. Der April war der erste komplette Monat im Lockdown. Und daher ist Corona auch ein großes Thema in diesem Monatsrückblick.

April, April! Der Monat startet mit meinem ersten Aprilscherz.

Mein erster Aprilscherz, ever! Am Morgen des 1. Aprils 2020 habe ich verkündet: Meine Wörter des Tages erscheinen als Abreißkalender. 365 Wortschöpfungen für ein witziges 2021. Im Laufe des Tages hat das dazugehörige Facebook-Posting eine große Dynamik bekommen und mir war klar: aus der Nummer komme ich jetzt nicht mehr raus 😀 Ich muss wirklich mal das Projekt Abreißkalender angehen. Ob es für 2021 reicht, weiß ich noch nicht, aber mein Plan ist: spätestens 2022 kommt „365 x Wort des Tages von Sympatexter“ als Kalender heraus.

Sportlich, sportlich! Ich fange wieder mit dem Laufen an.

Grundsätzlich bin ich eine sehr sportliche Person. Als Kind habe ich in einem rumänischen Leistungszentrum geturnt. Später habe ich mir alles möglich selbst beigebracht und habe in jedem Sport, in dem ich reingeschnuppert habe, sehr schnell ein gutes Niveau erreicht (außer Wakeboarding. Never forget). Als ein Bekannter im Sommer 2010 gemeint hat, er wolle beim Halbmarathon in Budapest mitlaufen, habe ich ganz spontan gesagt: Ich komme mit! Ich hatte 4 Wochen Vorbereitungszeit und bin dann in Budapest in unter 2 Stunden ins Ziel gekommen.
Die guten alten Zeiten.
Meine Realität sieht heute anders aus. Ich arbeite viel, sitze viel zu viel und nehme mir zu wenig Zeit, um Sport zu machen. Einmal die Treppe hochgesprintet und ich komme außer Puste. Manchmal frage ich mich, was mein 20 Jahre jüngeres Ich von meinem heutigen Ich halten würde. Ich spüre: Diese Inaktivität liegt mir nicht, damit werde ich meinem Naturell nicht gerecht.

Bed-Office ist eigentlich gar nicht so mein Ding. Dennoch ist das fast mein täglich Brot.

Also habe ich das Laufen wieder aufgenommen und mir schnell eine Route zurechtgelegt: Durch die Unterstadt hoch zum Schloss Haigerloch und dann über die Felder und durch den Wald zurück in die Stadt. Knapp 3,3 Kilometer. Bei den ersten Läufen dachte ich noch, ich sei im falschen Film. Beim ersten Lauf hoch zum Schloss habe ich Sternchen gesehen. Boah, war das anstrengend. Echt, die ersten 3 Läufe waren der Horror. Doch dann ging es erstaunlich schnell bergauf (haha!). Nachdem ich 10 mal die Strecke gelaufen bin, habe ich beschlossen, zwei statt nur eine Runde zu laufen. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit über die 7 Kilometer ist trotz der zig Treppen hoch zum Schloss immer weiter gesunken, von weit über 9 Minuten auf knapp über 6 Minuten pro Kilometer. Ich kannte jedes Unkraut die Treppe hoch, bei jeder kleinen Unebenheit wusste ich genau, wie viel ich noch laufen muss. Ende April habe ich dann beschlossen, drei Runden zu laufen, fast 10 Kilometer. In der letzten Aprilwoche bin ich in einer Woche 43 Kilometer gelaufen. Tschakka! Eye of the Tiger. Nichts kann mich aufhalten! Abenteuer Halbmarathon, ich komme! Ich bin fit wie ein Turnschuh!

Oooooder doch nicht.
Denn Anfang Mai 2020 hat mich eine fiese Bronchitis erwischt. Das bedeutet erst mal: kein Training mehr. Über 3 Wochen lang. Gefühlt starte ich wieder bei 0. Aber jetzt weiß ich: Der Fortschritt wird schnell kommen, ich muss mich nur durch die ersten paar Läufe durchbeißen.
Ein Selfie während des Bergauflaufens kurz hinter dem Schloss Haigerloch.

Familie Sympatexter zwischen Launch und Homeschooling

Trotz oder gerade wegen Corona haben wir diesmal unseren am besten vorbereiteten Launch hingelegt. Denn ja, einerseits haben wir keine Kinderbetreuung – andererseits habe ich keine Termine und verliere keine Zeit für Fahrten zur Hochschule oder zu meinen Freelance-Jobs. Für den 4. Mai stand unser Webinar an, der Startschuss für die Eröffnung des 2. Trimesters der Sympatexter Academy. Darauf haben wir uns den ganzen April über vorbereitet: Ein Webinar-Thema finden und das Webinar vorbereiten. Die Landingpage für die Webinaranmeldung schreiben. Facebook-Ads aufsetzen. Die Salespage schreiben. Die Technik für das Webinar und in Digistore aufsetzen. Die E-Mails schreiben (insgesamt habe ich ca. 25 Stück geschrieben, neuer Rekord!). Wir hatten um die 450 Teilnehmer im ersten Webinar (am Mittwoch darauf habe ich es wiederholt mit etwas über 40 Teilnehmern. Merke: das Wiederholungs-Webinar hat bei uns bisher also eine Showup-Rate von 10 % des Hauptwebinars). Eine Woche später, am 11. Mai, hat das 2. Trimester der Sympatexter Academy mit 74 Teilnehmern gestartet – im 1. Trimester waren es noch 30. Es kam so, wie wir es erwartet haben: Die meisten Teilnehmer haben erst mal nur ein Trimester gebucht – the Corona-Effekt. Und dennoch: Eines meiner Ziele für 2020 war es, 100 Teilnehmer in der Sympatexter Academy zu haben – das erschien im Dezember 2019 noch ziemlich größenwahnsinnig. Jetzt ist dieses Ziel in greifbarer Nähe.
Laszlo und ich besprechen die Facebook Ads für das Webinar. Und ich halte den für uns immer wieder aufregenden Moment fest, in dem er auf „Publish“ klickt:

Bilder aus unserem Alltag: Ich habe fast jeden Tag meinen Schreibtisch von oben fotografiert. Eines dieser Bilder mit Katze kam dann auch in unseren Facebook Ads zum Einsatz. Ein täglicher Anblick während des Launches: Ich im Bed Office mit dem Kleinen neben mir. Er schaut Peppa Pig und ich arbeite am Webinar. Und hey, nicht vergessen: Kuscheln!!

Bloggen mit Katze im Bed Office. Zum Ausgleich war das Laufen mehr als notwendig. Zwischendurch habe ich mit den Kids am Fluss Steine gesammelt und angemalt. Zum Glück haben wir einen Garten, so dass ich mir keine Sorgen wegen eines Farb-Massakers in der Wohnung machen muss.

Ich habe die Landingpage für das Webinar bis zuletzt geändert und optimiert. Irgendwann war es mir zu blöd, dass ständig irgendein Text über mein Gesicht, quer über die Augen oder in die Nase gelaufen ist – mal in der Desktop-Version oder in der mobilen Ansicht. In irgendeiner Auflösung gab es immer ein Darstellungsproblem 😀 Also habe ich das Hintergrundbild einfach mit einem einfarbigen Hintergrund ersetzt. Kurzer Prozess:

Vorher. Die Anmeldeseite für das Webinar noch mit einem Portraitfoto im Hintergrund. Notiz an mich selbst: extrem unpraktisch.

 
Nachher. So sah die Anmeldeseite (bzw. der obere Teil davon) zum Schluss aus: Ein einfarbiger Hintergrund ist die Lösung. Keep it simple!

Es war unser erfolgreichster Launch überhaupt. Aber es war auch sehr anstrengend. Kinder aufziehen und zuhause unterrichten und gleichzeitig volle Pulle arbeiten – ich meine, wie soll das gehen, ohne dass Eltern reihenweise im Burnout enden? Wir haben im April 2020 unsere Antwort auf diese Frage gefunden: Laszlo ist täglich am Vormittag mit den Kids spazieren gegangen und ich habe dann am Nachmittag übernommen. Aber ich muss zugeben, das war ein sehr fragiles Gleichgewicht. Denn wehe, der Kleine wollte mittags nicht schlafen. Oder es kam irgendwas anderes dazwischen. Und klar, das alles geht nur weil Laszlo und ich gemeinsam in unserem Familienbusiness arbeiten. Jetzt während des Corona-Lockdowns hat sich unsere Entscheidung vom Frühling 2018, dass Laszlo als Projektmanager bei Sympatexter einsteigt, als die beste Entscheidung überhaupt erwiesen. Unsere Wette auf die Zukunft – sie ist aufgegangen. Aber wer hätte damals mit Lockdown, Pandemie & Co. gerechnet?

Kein Monatsrückblick ohne Ausblick: Das steht im Mai 2020 auf dem Plan:

  • Onboarding der 74 Teilnehmer der Sympatexter Academy
  • EPIC, ursprünglich als Vor-Ort-Event auf Schloss Haigerloch geplant, findet als digitales Event in der Sympatexter Academy statt
  • Werde ich es endlich schaffen, mir ein SUB Board zu kaufen? Die Zeichen stehen gut, jetzt, da der Sommer kommt und ich am Fluss wohne 😉