Rapid Blogging bedeutet: Schnell und kurz bloggen. Und häufig auf den Veröffentlichen-Button klicken. Das ist meine Empfehlung für Neu-Blogger. Denn gerade Leute, die gerade mit dem Bloggen anfangen, plagen sich oft mit diversen Mindfucks herum:

  • Mein Blogartikel muss perfekt sein, bevor ich ihn veröffenliche
  • Es muss alles gleich suchmaschinenoptimiert sein
  • Ein Blogartikel muss mindestens 1.000 Wörter haben, sonst ist er kein „richtiger Blogartikel
  • Ich muss ganz ausführliche und sehr nützliche Anleitungen schreiben
  • Ich brauche eine ausgefeilte Content-Strategie, um meine Blogartikel dann in Social Media zu teilen

Wer so denkt, veröffentlicht nicht oft. Und wer nicht oft Blogartikel veröffentlicht, bekommt nicht die nötige Übung und Schreibroutine, um mit seinem Blog sichtbar und erfolgreich zu werden.

Rapid Blogging ist der Garant für schnelles Bloggen.

Rapid Blogging bedeutet, dass wir uns beim Bloggen auf das Wichtigste konzentrieren: Auf den Text. Mehr braucht es am Anfang gar nicht!

Beitragsbild, Kategorien, interne und externe Links, Pins für Pinterest, die ganze SEO-Klaviatur und Sharing auf Facebook, Pinterest und Co.? Können wir uns sparen – gerade am Anfang!

Wir lassen beim Rapid Blogging also alles weg, was uns vom Bloggen abhält und uns nur Zeit raubt. Apropos Zeit: Rapid Blogging bedeutet auch, dass wir uns ein Zeitlimit für einen Blogartikel setzen: 30 Minuten.

In diesen 30 Minuten schreiben wir unsere Ideen herunter und machen eine erste grobe Struktur. Das Ziel ist es, in dieser halben Stunde unseren Blogartikel zu 80 % fertig zu haben. Den Rest machen wir dann z. B. am nächsten Tag und klicken auf Veröffentlichen.

Rapid Blogging bedeutet auch, dass wir uns bewusst von der Bürde der Perfektion verabschieden. Der Drang nach Perfektion führt in den meisten Fällen nicht zu tollen Blogartikeln, sondern zum Phänomen der toten Blogs: Die meisten Blogs schlafen nach kurzer Zeit wieder ein weil, ach der Aufwand!

Rapid Blogging für Anfänger – eine Anleitung:

  • Nimm dir dein Thema vor. Bei mir ist das z. B. „Bloggen lernen“. Ein Blogartikel zum Thema „Bloggen lernen“ wird aber sehr, sehr lang :-D Breche dieses große Thema dann in viele kleinere Teil-Themen und Aspekte herunter.
  • Wähle eines dieser Teil-Themen und schreibe deinen Blogartikel vom Groben ins Feine. Schreibe gleich in deinem Blog-Programm wie z. B. WordPress. Notiere 30 Minuten lang alle Ideen und Gedankenfetzen in deinem Text und kümmere dich nicht um die Struktur – das kannst du auch später noch machen.
  • Achte darauf, dass du in der 30-Minuten-Schreibzeit ständig tippst. Im Idealfall machst du keine längeren Denkpausen, sondern „kippst“ deine ganzen Ideen und Satzfetzen in deinen Entwurf.
  • Wenn dein Blogartikel zu 80 % fertig ist (das merkst du daran, dass du längere Denkpausen machst und der Text nicht mehr so richtig fließt), machst du einen Cut: Du lässt den Blogartikel bis zum nächsten Tag liegen. Nach einmal drüber schlafen hast du einen frischen Blick und kannst diesen Blogartikel schnell fertigpolieren.
  • Klicke auf Veröffentlichen und automatisiere das Teilen deines Blogartikels in Social Media. Das geht z. B. mit Zapier. Dafür musst du das Zapier-Plugin (für WordPress) installieren und ein Konto bei Zapier erstellen (kostenlos). Mit Zapier kannst du deine Blogartikel automatisch z. B. auf deine Facebook Page (hier ist der Zap, um deinen WordPressBlogartikel mit Bild, Titel und Link auf deiner Facebook Page zu veröffenlichen) und LinkedIn posten (und hier das Ganze für LinkedIn).
  • Am Monatsende nimmst du dir alle deine Blogartikel des jeweiligen Monats nochmal vor und optimierst: Du kannst z. B. die Headlines suchmaschinenoptimiert überarbeiten, Zwischenüberschriften einfügen und wenn dir weitere Inhalte einfallen, den Text aktualisieren. Du kannst nachträglich auch Beitragsbilder sowie interne und externe einfügen und deine Blogartikel in die richtigen Kategorien sortieren. Ein weiteres ideales Monatsende-To-Do: Pins für Pinterest erstellen, sie in deine Blogartikel einfügen und sie mit einem Automatisierungs-Tool wie Tailwind für Pinterest vorplanen. Wenn wir alle diese To-Dos auf einmal erledigen („Batching“) sparen wir viel Zeit und können uns beim Bloggen tatsächlich auf das Wesentliche konzentrieren.

Der Fokus liegt beim Rapid Blogging auf dem Output: Viel Content produzieren in kurzer Zeit!

Viele Neu-Blogger legen einen starken SEO-Fokus auf die einzelnen Blogartikel. Also verbringen sie oft viel Zeit damit, die einzelnen Blogartikel zu formulieren und zu optimieren, bevor sie sie online stellen. Das kann dann Wochen oder sogar Monate dauern, bis der Blogartikel fertig ist. Oft nehmen sich Blogger auch zu große Themen vor. Klar, Themenabdeckung ist ein wichtiger Ranking-Faktor aber es ist viel leichter, ein großes Thema mit mehreren Blogartikeln abzudecken als mit einem einzigen epischen Blogartikel. Also: Verblogge dein Thema in mundgerechten Stücken.

Denn, was auch über unser Ranking in Google & Co. entscheidet: Wie oft sich etwas auf unserer Webseite verändert. Google liebt es, wenn du regelmäßig und häufig bloggst! Und das ist das Herzstück von Rapid Blogging.