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„Gehört dieser Content auf meinen Blog oder in meinen Newsletter?“ Die Frage kann uns so dermaßen lähmen, dass wir oft gar keinen Newsletter schreiben. Was natürlich schade ist, denn ohne Newsletter keine kaufbereite Liste.

Die Content-Frage „Blog oder Newsletter?“ ist eine der häufigsten Fragen, die ich bekomme. Für mich deutet sie auf eine noch nicht ganz klare Content-Strategie hin, in dem der Newsletter oft eine Ad-hoc-Entscheidung war (wir brauchen ja schließlich eine Liste, nicht wahr?) und er (noch) untergeordnete Rolle spielt. Für diesen Blogartikel gehe ich davon aus, dass du ein Coach, eine Beraterin, Kreative oder z. B. ein Therapeut mit einem „klassischen“ Business-Blog bist, du also v. a. über zeitlose Business-Themen schreibst.

Die Antwort nach dem richtigen Platz für unseren Content lässt sich für die meisten Business-Blogs folgendermaßen herunterbrechen:

Strategischer Content gehört auf den Blog.

Taktischer Content gehört in den Newsletter.

Hier einige Tipps, ob dein Content besser in deinen Blog oder in deinen Newsletter passt.

  1. Ist dein Content zeitlos oder aktuell? Zeitloser Content, der also in 5 Jahren noch genau so aktuell ist wie heute, fühlt sich auf unserem Blog sehr wohl. Aktueller Content hingegen sind Inhalte, bei denen es keinen Sinn macht, sie z. B. übermorgen oder in einer Woche zu veröffentlichen. Du musst solche Inhalte genau jetzt veröffentlichen – oder eben gar nicht. Oft sind das News aus unserem Leben oder Business – und solcher Content könnte in deinen Blog passen (wenn das zu deiner Content-Strategie passt), ist aber wahrscheinlich besser geeignet für deinen Newsletter. Denn klar, alleine schon der Name NEWSletter zeigt, dass aktuelle Inhalte ideal für dieses Medium sind. Ein Beispiel für solch aktuellen Content, der in einem Newsletter viel besser aufgehoben ist als in unserem Blog, sind z. B. Termine und Events, auf denen man dich in der nächsten Woche antreffen kann oder der Aufruf zu deinem Launch-Webinar.
  2. Wie viel Zeit hast du? Content mit langfristigen Zielen wie z. B. Sichtbarkeit, Reputation, Expertenstatus und Listenaufbau (z. B. durch einen How-To-Blogartikel mit der Möglichkeit, eine ausführlichere Anleitung als Freebie herunterzuladen) gehört ins Blog. Es gibt auch kurzfristige Ziele: Wenn du mit den Leuten ins Gespräch kommen oder sie zu einer ganz konkreten Aktion aufrufen willst (wie z. B. einen bestimmten Blogartikel von dir zu lesen, einen Podcast anzuhören, sich für deinen Workshop nächste Woche anzumelden), ist der Newsletter der bessere Ort. Je weniger Zeit du für deine Aufgabe hast, umso eher ist der Newsletter der richtige Platz für deinen Content.
  3. Besteht dein Content aus Tipps, Anleitungen oder Checklisten? Solcher Content ist ideal für deinen Blog (und als Freebie). Wenn du ihn auch in deinem Newsletter verwerten willst, dann im Idealfall in einer Begrüßungssequenz und nicht (nur) in einem regulären Newsletter – so bekommt ihn also jede Person zu sehen, die sich für deinen Newsletter anmeldet.
  4. Spontane Gedanken, Ideen und die kleinen Erkenntnisse des Tages, die zu flüchtig bzw. „klein“ für einen Blogartikel sind, sind perfekt für den Newsletter. Solche Inhalte führen auch zu vielen Rückmeldungen, da unsere Leser das Gefühl haben, ganz nah dran an unserem Leben zu sein.
  5. Du hast in den letzten Tagen etwas gebloggt? Dann greife diesen Blogartikel in deinem Newsletter auf. Ich persönlich finde es nicht so schön, wenn der Blogartikel 1:1 im Newsletter verwertet wird oder einfach nur angerissen wird. Ich empfehle: Schreibe in deinem Newsletter etwas über den Blogartikel, das noch nicht im Blogartikel steht. Vielleicht hast du eine besonders positive oder ungewöhnliche Reaktion auf diesen Blogartikel bekommen? Oder sind dir weitere Inhalte zu diesem Blogartikel eingefallen? All das ist perfekter Inhalt für deinen Newsletter!
  6. Ist dein Content sehr persönlich? Der Newsletter ist grundsätzlich ein persönlicheres Medium als unser Blog, da wir mit unseren Texten im Postfach unseres Gegenübers landen und seine Reaktion/Antwort nicht öffentlich sichtbar ist. So entsteht oft ein intimerer und persönlicherer Austausch als in der Kommentarspate unseres Blogs. Wenn da ein persönlicher Text in dir schlummert, den du in die Welt hinaustragen willst, er sich aber nicht passend für deinen Business-Blog anfühlt (denn die meisten Business-Blogs sind relativ unpersönlich), ist der Newsletter ein guter Ort dafür. Wenn du dich grundsätzlich noch schwer damit tust, persönliche Blogartikel zu schreiben, kannst du das persönliche Schreiben ideal in deinem Newsletter trainieren.
  7. Das vielleicht beste Content-Training ist derzeit Instagram: Hier entscheiden wir intuitiv, was strategischer oder taktischer Content ist. Strategischer Content kommt bei Instagram in unser Grid: Die hübschen Fotos mit schlauen Texten, die dauerhaft sichtbar bleiben und unsere Markenpersönlichkeit stärken. Taktischen Content verarbeiten wir in unseren Stories – er ist oft nicht so perfekt wie unser strategischer Content und zeigt oft unseren Alltag (hier also wieder das Stichwort „News“). Dieser Content ist flüchtig und verschwindet nach 24 Stunden – und er dient v. a. dazu, mit unseren Followern ins Gespräch zu kommen. Unsere Stories sind daher die ideale Ideen-Fundgrube für unseren Newsletter. Wenn du also mal wieder einen Newsletter schreiben musst und dir nichts einfällt, schau doch mal in deinen eigenen Instagram Stories vorbei :-) Zur Inspiration: Hier mein Instagram-Account – ich mache fast jeden Tag Stories :-)

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